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Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Äthiopien

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Pauls Briefe an mich

Paulus BriefUm seinen Taufspruch besser nutzen zu können, studiert unser ehemaliger Kirchenvorstand Martin Grunder seit drei Monaten in Kapstadt. Am Charis Bible College will er sich mit Gottes Wort besser vertraut machen. 

Wir verbringen hier eine sehr intensive Studienzeit und haben kaum Zeit all die tollen Attraktivitäten dieser Stadt zu sehen.  Denn die Fülle des Studiums ist überwältigend, sodass ich auch kaum weiss was auszuwählen ist um auch Sie, als Leser ein bisschen daran teilhaben zu lassen. 

In zwischen werden Sie sich fragen wie denn mein Taufspruch lautet, dass der uns nach Cape Town gebracht hat: 

Dein Wort sei meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Wege (Ps. 119:105). 

Beachten Sie hier wie persönlich der Psalmist hier singt:  „Dein Wort sei meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Wege“. Der Psalmist singt direkt und persönlich zu Gott!   

Und genau das ist was ich hier schon mal gelernt habe: 

Die Bibel als persönlich Schrift an mich zu lesen – ich versichere Ihnen, das gibt Ihnen ein völlig neues Verhältnis zu Gottes Wort!  

Einige Beispiele sollen Ihnen das verdeutlichen und Paulus Briefe sind dazu sehr geeignet.  Paulus hat diese vor beinahe 2000 Jahren an verschiedene seiner Gemeinden geschrieben.  Also an Leute die unter ganz anderen Umständen gelebt haben!  Na also, was sollen diese denn für mich heute noch bedeuten?  Wenn wir diese Briefe als persönliche Briefe von Paulus an uns lesen ist diese Frage ganz klar beantwortet – die sind heute für uns genauso zutreffend wie vor 2000 Jahren. 

Lesen wir aus Paulus Brief an die Römer 8:10:  „Wenn nun also Christus in euch ist, bleibt der Körper zwar dem Tode verfallen auf Grund der Sünde, der Geist aber erfüllt euch mit Leben aufgrund der Gerechtigkeit, die Gott euch geschenkt hat“.  Und jetzt lesen wir denselben Vers, den Paulus an mich geschrieben hat:  „Wenn nun also Christus in mir ist, bleibt der Körper zwar dem Tode verfallen auf Grund der Sünde, der Geist aber erfüllt mich mit Leben* aufgrund der Gerechtigkeit, die Gott mir geschenkt hat“. 

*  Jesus sagt in Jhn. 10:10: … „Ich bin gekommen um ihnen Leben zu bringen und alles reichlich dazu“.    Auch in dieser Zusage Jesu bin ich persönlich angesprochen:  „Ich (Jesus**) bin gekommen um mir Leben zu bringen und alles reichlich dazu“. 

Und dieses „… und alles reichlich dazu“  umfasst unter anderem auch all die Gaben des Heiligen Geistes, die wir mit der Taufe im Heiligen Geist erhalten haben wie Paulus den Gläubigen in Galatien – und mir – schreibt (Gal. 5:22, 23a):  „Doch die Frucht, die der Geist (in mir**) wachsen lässt, ist: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.“ 

Wie ist dieser Wandel in mir möglich?  Das beschreibt Paulus in seinem Brief an die Korinther so (2. Kor. 5:17):    In meiner persönlichen Sichtweise von Paulus‘ Brief an mich liest sich das wie folgt: „Wenn also ich mit Christus verbunden bin, bin ich eine neue Schöpfung: was früher war, ist vergangen, etwas Neues ist entstanden.“   

Und durch die oben aufgelisteten Gaben des Heiligen Geistes an uns, wird dieses dann auch für unsere Mitmenschen sichtbar und wir werden ein lebendiges Zeugnis für Jesus Christus und seiner Liebe zu uns, die wir besonders an Ostern feiern dürfen!   

Ich wünsche Euch allen eine gesegnete Nach-Osterzeit - mit lieben Grüssen aus Cape Town

Martin Grunder  

**  Bibelzitate aus NeÜ bibel.heute  Christliche Verlagsgesellschaft mbH, 3. Auflage 2012

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