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FAQ Taufe

Taufschale TaubeAm 18.3.2018 werden zwei Kinder bei uns in der Kreuzkirche getauft. Hier gibt es ein paar interessante Informationen zum Fest.

 

 

Was spricht für eine Kindertaufe?

Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk Gottes. Eltern antworten darauf, indem sie ihr Kind taufen lassen. Mit der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen.

Gott spricht den kleinen Kindern in der Taufe seine Liebe und seinen Segen zu. Ganz unabhängig davon, wie diese sich verhalten. Eltern und Paten haben die besondere Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen. Sie erzählen ihnen von ihrem eigenen christlichen Glauben, aber auch von ihren Zweifeln. Mit der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen später selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus.

In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?

Die meisten Kinder werden im ersten Lebensjahr getauft. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich. Dann kann Ihr Kind schon bewusster wahrnehmen, was geschieht.

Wer kann Pate oder Patin werden?

Alle, die Mitglied der evangelischen Kirche, konfirmiert und mindestens 14 Jahre alt sind, können Paten werden. Angehörige anderer christlicher Kirchen können das meist auch, sofern diese Kirchen die Magdeburger Erklärung über die wechselseitige Anerkennung der Taufe unterzeichnet haben. Dazu zählen neben der evangelischen und der römisch-katholischen Kirche auch viele orthodoxe, altorientalische und andere evangelische Kirchen. Um sicher zu gehen, besprechen Sie Ihre Patenwünsche in jedem Fall mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin, der oder die das Kind taufen soll.

Wer nicht getauft ist, keiner christlichen Kirche angehört oder ausgetreten ist, kann nicht Taufpate werden.

Wie viele Paten sind nötig? Geht es auch ohne?

In der Regel ist für die Taufe eines Kindes mindestens eine Patin oder ein Pate erforderlich. Meist wählen Eltern zwei Paten für ihr Kind. Wenn Sie keine geeigneten Personen benennen können, wird die Pfarrerin oder der Pfarrer Sie bei der Suche unterstützen. Manchmal stellen sich auch aktive Gemeindemitglieder als Paten zur Verfügung.

In einzelnen Landeskirchen ist eine Taufe ausnahmsweise auch ohne Paten möglich. Dann versprechen die Eltern, für die christliche Erziehung des Kindes zu sorgen. Im Hinblick auf die christliche Erziehung und die lebenslange Begleitung sollten Sie jedoch auf die Hinzuziehung von Paten nicht einfach verzichten.

Wir möchten unser Kind taufen lassen. Können wir gleichzeitig kirchlich heiraten?

Ja. Viele Pfarrerinnen und Pfarrern nennen einen solchen Gottesdienst kurz „Traufe“: Trauung und Taufe in einem. Dafür gibt es sogar besondere Gottesdienstformen. Sprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer.

Kann mein Kind zum Konfirmationsunterricht gehen, ohne getauft zu sein?

Ja, Ihr Kind kann gerne den Konfirmationsunterricht besuchen. Es wird dann während der Unterrichtszeit oder im Konfirmationsgottesdienst getauft. Die Konfirmation bestätigt und bekräftigt die Taufe. Diese Bestätigung ist zwar theologisch gesehen nicht mehr notwendig, da Ihr Kind ja schon selbst Ja zur Taufe gesagt hat. In der Praxis wird Ihr Kind nach der Taufe dennoch oft zusammen mit allen anderen Jugendlichen konfirmiert.

Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?

Für die Kirchenmitgliedschaft reicht die Taufe aus. Wer ein Patenamt übernehmen will, muss jedoch in der Regel konfirmiert sein. In der Konfirmationsgruppe können Jugendliche zusätzlich zusammen mit vielen Freundinnen und Freunden den christlichen Glauben verstehen lernen.

Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen?

Wenn Sie als Mutter oder Vater das alleinige Sorgerecht haben, entscheiden Sie auch allein über die Taufe Ihres Kindes. Liegt das Sorgerecht gemeinsam bei beiden Elternteilen, muss bei allen Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung gemeinsam entschieden werden. So ist es gesetzlich geregelt. Dazu gehört auch die Taufe. Ob und wann Ihr Kind getauft wird, dürfen beide Sorgeberechtigten also nur gemeinsam entscheiden.

Besteht kein Einvernehmen, können sich Eltern allein oder gemeinsam an eine Erziehungs- und Familienberatungsstelle wenden. Oft hilft auch ein klärendes Gespräch mit Ihrem Pfarrer oder Ihrer Pfarrerin. Können sich die Eltern überhaupt nicht einigen, kann im Streitfall das Familiengericht angerufen werden.

Wie soll der Täufling während der Taufe gekleidet sein?

So bequem und dabei so festlich wie möglich. Viele Familien haben besondere Taufkleider, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das ist eine schöne Tradition.

Noch mehr zum Thema Taufe gibt es hier.

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