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Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Äthiopien

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Aus dem Schwarzwald nach Äthiopien

2018 02 25 Legadadi 107c 200pxGemeinde Legadadi erhält Abendmahlsgeschirr aus Forbach im Murgtal

Bisher wusste man sich in der kleinen Gemeinde Legadadi am Ostrand von Addis Abeba mit einfachen Schnapsgläsern und einem Porzellanteller zu behelfen. Am 25. Februar 2018 kamen zwei Silberkelche und ein Silberteller dort an. Die Gemeinde Forbach im Schwarzwald hatte aus ihren Beständen das Silbergeschirr mit Pfarrerin Eger nach Äthiopien geschickt, um ihren Teil zur würdigen Ausgestaltung das Abendmahl in einer armen Landgemeinde beizutragen.

Nach den großen Trockenzeiten der letzten Jahre sind viele vom Land in die Stadt Addis Abeba oder die Dörfer davor gezogen. Vor fünf Jahren wurde die Evangelische Gemeinde Legadadi als Außenstelle der Muttergemeinde Kotebe gegründet. Seit drei Jahren sie selbstständige Gemeinde, sie wächst und gedeiht. Mit Mühe und Not hat der Kirchenvorstand das Geld zusammen bekommen, um eine Wellblechkirche für etwa 60 Personen zu bauen. Wie war eine junge Familie fehlt es an allen Ecken und Enden. Vor einem Monat wurde der erste Schrank erworben, um Liederbücher und Bibeln unterzubringen.

Seit 2015 entwickelt sich ein partnerschaftliches Verhältnis zur Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Äthiopien. Immer wieder gehen Kollekten und Spenden nach Oromia, Besucher aus Deutschland mit etwas mehr Zeit machen gern eine Stippvisite, um auch das Leben auf dem Lande in Äthiopien kennen zu lernen.

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Die meisten Gemeindeglieder sind Tagelöhner. Zur Arbeit auf dem Feld, als Haushaltshilfe werden sie angeworben, ohne Rechtssicherheit und mit sehr geringem Lohn. Die Gemeinde ist ein wichtiger Treffpunkt, sonntags wird in der kleinen Kirche viel gesungen und gebetet. Das Abendmahl ist ganz wichtig für die Gemeinde, Segen, Vergebung, Heilung wünscht man sich vom Leib und Blut Jesu Christi.

Eine kleine deutsche Gemeindedelegation hatte sich aufgemacht, um die Geschirrspende aus dem Schwarzwald zu übergeben. Sie wurden freundlich begrüßt, Ato Aragaw, der Vorsitzenden des Kirchenvorstandes unterstrich die guten Beziehungen zur deutschen Gemeinde. In der Zeit der Vakanz habe Pfarrer Jacobi monatlich Predigtdienst und Unterricht übernommen, der neue Schrank, die Kleidung des Kirchenchors, die Verstärkeranlage konnten aufgrund von Spenden der Auslandsgemeinde angeschafft werden. Gerne nahm er auch die Einladung, an Ostern gemeinsam Gottesdienst zu feiern an. Gemeindeglieder würde gern mit dem Kirchenchor am 1. April in die Evangelische Kreuzkirche kommen.

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Nach dem Gottesdienst wurden die Gäste zum Mittagessen eingeladen. Kirchenvorsteher stellten die Gemeindeaktivitäten und die Missionsbemühungen in einer überwiegend muslimischen Umgebung dar.

Karl Jacobi

 

 

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