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Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Äthiopien

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Gemeindegeld

Geldtransfer 200pxÜberraschende und inspirierende Einsichten zu einem (ur-)alten Thema!

„Ja, natürlich, ich werfe nach jedem Gottesdienstbesuch 100 Birr in die Kollekte. Mitgliedsbeitrag? Ja, beim Gemeindebeitritt hatte ich, glaube ich, einen gewissen Betrag als Monatsbeitrag zugesagt. Ob ich den auch bezahle? Da fragen Sie am bes-ten meine Frau – oder vielleicht doch meinen Steuerberater. Das kann man doch von der Steuer absetzen, oder?“ Kommt Ihnen dieser (frei erfundene) Dialog realistisch vor? Lassen Sie mich als „Schatz-“meister der Gemeinde seit Juni 2015 etwas mehr Licht in dieses zu Unrecht oft im „Halbschatten“ von Diskretion („Über Geld redet man nicht“) oder Scham („Was ich als Gemeindebeitrag per Dauerauftrag monatlich überweise? Ich glaube, das muss ich hier nicht sagen – das ist absolut meine Privat-sache!“) oder Unwissenheit („Gemeindebeitrag? Das zahlt doch alles die EKD in Deutschland – und ich zahle ja kräftig Kirchensteuern!“) dahindümpelnde Thema bringen:

1.           Die Gemeinde bekommt zwar jährlich einen Zuschuss von der EKD, finan-ziert sich jedoch überwiegend selbst, und zwar nur teilweise aus Mitglieds-beiträgen. Daneben spielen z.B. Verwaltungskostenumlagen von der Ger-man Church School eine wichtige Rolle (ein großer Teil der Arbeitszeit von Pastor Jacobi geht in Management und Verwaltung der German Church School). Da das nicht ausreichte, sind in den letzten Jahren zusätzlich Er-sparnisse/Rücklagen aufgelöst worden. So kann es nicht weitergehen – schon allein deshalb, weil diese bald aufgebraucht sein werden!

2.           Obwohl auf der letzten Gemeindeversammlung bereits erwähnt und erläu-tert, wissen viele Gemeindemitglieder (noch) nicht, dass –zumindest bis zur Höhe der in Deutschland abgeführten Kirchensteuer- überwiesene Mit-gliedsbeiträge an unsere Gemeinde in Addis Abeba von der EKD auf Antrag zurückerstattet werden. Bis zu diesem Betrag kostet Sie die Unterstützung de facto keinen Cent!

3.           Für Steuerfüchse mit einem großen Herzen: da Mitgliedsbeiträge bzw. Spenden für kirchliche Zwecke in Deutschland bis zu 5% des Einkommens steuerlich absetzbar sind, sparen Sie in den meisten Fällen auch bei Spen-den/Beiträgen über die Kirchensteuer hinaus noch erkleckliche Steuerbeträ-ge. So bringt Ihnen eine Spende von 100 € über die Kirchensteuer hinaus bei einem „Grenzsteuersatz“ von 40% immerhin 40 € an Steuerersparnis zurück – kostet Sie also de facto nur 60 € (= 2 € pro Tag). Überzeugt?

4.           Jenseits von „Mark und Pfennig“: wofür schlägt Ihr Herz (oder unsere Her-zen)? Wenn wir jemanden lieben, wenn uns jemand wichtig ist, finden wir Zeit füreinander, auch wenn unsere Freizeit (z.T. sehr) begrenzt ist. Für et-was, was wir gern machen (Urlaub? Tennis? Golf? Reiten? Auto- oder Motor-rad? Kunst? Haus? Garten? Partys mit Freunden? Schicke Kleidung? und … oder … und …) kommen uns Ausgaben/Kosten meist nicht wie ein Opfer vor, sondern wir geben Geld dafür vergleichsweise leicht und gern aus!

5.           Und Gott? Hat der zu diesem „weltlichen Thema“ eigentlich auch eine Mei-nung? Überraschenderweise: ja! Kostproben gefällig? Hier nur ein kleiner Auszug:

a            „Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“ (2. Kor. 9,7b)

b            „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ (Mt. 16,26a)

c            „Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der Herr Zebaoth, ob ich dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.“ (Mal. 3, 10a)

Die Erfahrung vieler Christen ist, dass Gott sich letztlich nichts schenken lässt, son-dern Menschen beschenkt, die fröhlich und gern etwas von dem, was Gott uns selbst geschenkt hat (Zeit, Geld, Geduld, Kraft, Phantasie …) für Gott einsetzen. Ausprobie-ren, erfahren, staunen, (mit-)teilen, andere „anstecken“, noch mehr erfahren … ma-chen Sie mit?

Die Formulare zur Beantragung der Kirchensteuererstattung geben wir Ihnen gern mit nach Hause. Sie können mich auch gern anrufen und/oder ein Beratungsge-spräch vereinbaren – als Schatzmeister der Gemeinde stehe ich Ihnen nach Verein-barung gern für ein Gespräch (nein, nicht nur über Geld!) zur Verfügung unter 0911 – 228 495. Bis bald?

Christoph von Hirschheydt

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